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Nach zwei gewonnenen Titeln und Heimrecht stand sicher fest das NRW so etwas wie der Favorit war, nicht zu Unrecht wie sich zeigen sollte.
Schon im ersten Spiel gegen die Bavarian Warriors zeigte vor allem das Passspiel von QB Robert Demers auf seine WR Erik Hüsgen, Timo Müller, Daniel Pass und vor allem #81 Yannick Baumgärtner Wirkung. Die Konsequenz die #81 der GreenMachine erzielte 2 Touchdowns. Erst im letzten Viertel, nach einer Pass Interferense Strafe in der Endzone konnte die Auswahl aus Bayern den Anschlusstouchdown erzielen.
Dann durfte die 2. Reihe der GreenMachine ran. Im Spiel gegen Schleswig-Holstein Storm hatte die Starter Pause. Vor allem durch einen langen, zeitraubenden Drive gleich zu beginn des Spiels, der fast die ganze erste Halbzeit dauerte, konnte Storm das Ergebnis knapp halten. Diesmal war das Laufspiel um die 16jährigen RB Moritz Füsgen, Sven Bordihn, Julian Zorz, und den 17jähirgen Pepe Bürling und Niklas Hornen entscheidend. Doch der einzige Senior der RBs Richard Apau erzielte die zwei TDs und so war er, gemeinsam mit dem Kicker Sven Missbach der einzige der Punkte für die GreenMachine in diesem Spiel erzielte. Wieder war eine Pass Interference in der eigenen Redzone mit unter 1 Minute zu spielen die Grundlage für die Gegenpunkte.
Hamburg HamJam kam ungeschlagen im dritten Spiel ins Stadion. Schnell war klar dass es kein Punktereiches Spiel werden wurde. Hamburg mit Fullhouse Backfield und Überraschungspässen - Die GreenMachine mit harten Tackling und variablem Angriff - aber nicht Fehlerfrei. Zum ersten Mal musste die GreenMachine früh Punkte zulassen. Gleich im ersten Drive konnte HamJam ein Fieldgoal erzielen. Doch vor allen die Offense Line zeigte eine Top Leistung hinter OT Lukas Depter und Harald Binczek, den OG Igor Laychuck, Tim Stein und Fabian Hirn unter der Leitung von Center Farid Jansen waren Tonangebend auf dem Platz. Die QBs hatten Zeit und die RBs Raum. Vor allem der Nationalspieler Niklas Hornen konnte jeden 3. und kurz in eine neue Serie verwandeln. Doch vor allem die Verteidigung zeigt was noch zu erwarten sein würde. Keine Räume waren offen. An der Line hartes Tackling durch das Linebacker Corps, die D-Line setzte jeden Ballträger meist schon im Backfield unter Druck und das trotz Ausfall der beiden DE Adnan Tchadjobo und Mogdans Bartek. Vor allem DT Marcel Riep war innen kaum zu stoppen.
Die Überraschungspässe von HamJam fanden zwar öfter einen Abnehmer aber nicht immer hatte der dieselbe Teamfarbe wie der QB - und wen dann schloss sich die Lücke schnell und unbarmherzig. Lange stand es so 3:3 doch eine wahnsinnige Einzelaktion die kein Coach jemals in ein Playbook zeichnen würde endete in einem TD der GreenMachine. Loan Temming konnte den Pass von QB Robert Demers in der Endzone unbedrängt fangen.
So war es die GreenMachine die zum fünften Mal in Folge den Einzug ins Finale verdient hatte.
Die Überraschung war groß als nicht Berlin/Brandenburg sondern vielmehr Baden-Würtemberg der Gegner sein würde. Berlin/Brandenburg hatte immerhin den Deutschen Jugendmeister in seinen Reihen, hatte aber gegen Hessen gepatzt und so reichte BaWü ein 0:0 gegen den AFVBB zum erreichen des Finales.
Der Sonntag begann mit viel Show vorne weg und das vor jeder Menge Zuschauer. Jeder wollte wissen ob die beiden besten Jugendleistungsprogramme wirklich so gut waren. BaWü hatte bis dahin keine Punkte zugelassen und NRW ging mit drei Siegen in Finale.
Schnell wurde klar das BaWü alles tun würde um nicht wieder als Zweiter die Rückreise antreten zu müssen. Schon beim Kick Off Return zeigte sich, das die Löwen jedes Play was man schon mal auf Papier gemalt hatte, auch spielen würden. Doch der erfahrene DB Fabian Klingler kannte seine Aufgabe und stellte beim Throughback Return den Returner bevor irgendwas passieren konnte. Die Defense hatte am Vortag beschlossen den Angriff früh zu stellen und sich hinten raus nicht wieder einen Score einzufangen. Wieder waren die LB Alexander Borgs, Manuell Wiessman, Justin Thurow, Julian Frank, Friedemann Herholz und Keven Losch jederzeit auf der Höhe des Geschehens. Nach einer Umstellung fand mit laufender Spielzeit auch Marcel Riep, Lukas Müller und der erst 16jähige DT Fritz Irmer immer besser ins Spiel. Aber vor allem die DBs zeigten was sie drauf hatten. Maximilian Kleebaum, Fabian Klingner, Marvin Heck und Marvin Merten waren beim Lauf an der Line zu finden und beim Pass stets in einer guten Position. Mal ein First Down - aber mehr war für den Angriff vom Oberrhein nicht drin. Auf der anderen Seite des Balles setzte sich das Duell innerhalb der GreenMachine fort der WR gegen RBs. Das Laufspiel war nicht zu stoppen obwohl jeder im Stadion wusste was kam. OT at 6, Dive 1 und das Passspiel wechselten sich ab. 2x WR Erik Hüsgen, Robert Demers und Julian Zorz je 1x und 2 PAT von Sven Missbach sicherten den ungefährdeten Sieg der GreenMachin die nun mit 3 Siegen in Folge mit dem AFVB der frühen 90iger gleichgezogen hat. Auch bei den gewonnenen Finalen steht es nun unentschieden und mit QB Robert Demers konnte der MvP von 2008 auch der Offense MvP 2009 seine außerordentlich erfolgreiche Jugendzeit beenden und er wurde als erster der Seniors noch im dritten Viertel vom Platz genommen und verabschiedet.
Nach dem Abgang der 22 Seniors und dem Ende des Spiels kannte die Freunde über das Erreichte keine Grenzen und der letzte Schuss aus der Kanone haute alle um. Vielen Dank von mir an die Seniors für euren Leadership und an alle die wieder kommen oder es im Vorfeld nicht geschaft haben - nehmt euch ein Beispiel, trainiert hart und glaubt denen die dabei waren.
- GreenMachine ain´t nothing to f... with!!-
Zusammenfassend ist zu sagen das die mannschaftliche Geschlossenheit und der Leadship der 2009 Seniors diesen Titel nach NRW geholten haben und das in einem würdigen Rahmen.
Erinnern wir uns: In den Anfängen des JLT haben wir auf kalten Sportanlagen an verschiedenen Plätzen in Berlin gespielt und uns ab und an auch mal drausen umgezogen. Dann setzte Berlin neue Akzente mit dem Turnier an einem Spielort - direkt vor dem Marathontor des Olympiastadions auf dem Maifeld. Doch leider blieb es ein Event für Insider und lebte vom Ort und von den vielen Spielern.
Das Jahnstadion in Hamm ist sicher nicht das Maifeld aber die Organisation hat alles getan um für die Spieler eine unvergessliche Veranstaltung zu organisieren, an die sich die Spieler, vor allem in ihrem letzten Jugendspiel, gerne erinnern werden. Und das ist das einzige was zählt. Entscheidend ist, das es denen gut ergeht um die sich im Jugendfootball alles dreht und das sind nun mal die Spieler und - so hart das klingt - nicht die Zuschauer oder Funktionäre. Unsere Aufgabe ist es den Jungs zu ermöglichen ihre Lebenserfahrungen zu machen, soziale Kontakte zu vertiefen und das sich Spaß und Leistung nicht ausschließen. Daher bin ich mir sicher das Hamm hier neue Akzente setzen konnte. Gerade die Belohnung durch die Zuschauer für ihre Leistungen trägt bei den Jungs und Mädchen zur positiven Entwicklung bei und die Spieler aller Teams haben sich diese Belohung durch die Fans aller Teams verdient - egal ob gewonnen oder nicht, egal ob Jugendauswahl, Mädchenfootball, Cheerleading oder Spiele der U12-Mannschaften. Daher möchte ich mich bei allen Coaches, Betreuern und Eltern bedanken die irgendwo irgendwas dazu beigetragen. Von den Eltern die ihre Jungs 2x pro Woche zum Training fahren, über die Präsidenten, die in ihren Vereinen Jugendfootball als wichtig ansehen und fördern, bis zu den Ehrenamtlichen Helfern hinter den Kulissen, die den Hunger der Jungs gestillt haben - sowohl nach Wissen als auch nach Nahrung. Natürlich auch die Stadt Hamm und die Hamm Ahlen Aces, die alles getan haben um dieses Ziel zu erreichen - in diesem Sinne - es sind nur noch 11 Monate und ein bisschen bis wir uns wieder sehen.
-be back or get lost!-
Ralf Peifer
Head Coach
GreenMachine |